Hofstaat
Die Entstehung der Band
Es war einmal... Tja, so fangen meistens irgendwelche Märchen
an. So auch die Geschichte einer Band mit dem schönen Name Hofstaat. Mit dem
Unterschied, dass diese Märchen wahr wurde.
Irgendwann im Sommer 2006 hatte eine junge Frau namens
Sandra Elflein die Idee eine eigene Mittelalterband
zu gründen, da es auf Dauer ins Geld geht Konzerte anderer Gruppen zu besuchen.
Es gab nur ein Problem: Eine Sandra macht noch keine Band. Also, auf in die
Welt und Musiker suchen und zwar mit Hilfe von Internet, Aushängen in diversen
Musikgeschäften und Handzetteln, die auf verschiedenen Mittelalterevents
verteilt wurden. Doch all diese wohlgemeinten Maßnahmen erwiesen sich als
Schüsse in alle möglichen Öfen.
Dann kam die alles entscheidende Wendung in unserem
Abenteuer. Ein Handzettel war noch übrig, ein einziger, wohin damit, wem geben?
Einem bis heute unerklärlichen Impuls folgend ging Sandra in den örtlichen
Tegut-Supermarkt und heftete ihren letzten Handzettel an
die "von-Kunde-zu-Kunde-Pinwand", wo normalerweise
gebrauchte Kinderwägen und durchgesessene Couchgarnituren feilgeboten werden.
Und hier kommt Elke ins Spiel, welche zirka eine Woche später nur mal schnell
den Tegut-Supermarkt als Durchgang nutzen wollte, da
ihr Auto auf dem Parkplatz dahinter stand. Im Vorbeigehen wurde sie plötzlich
auf die vorher erwähnte Pinnwand aufmerksam und sofort stach ihr der Handzettel,
ins Auge, der ihr Leben und die Leben von vier weiteren Menschen verändern sollte. Das Schicksal war besiegelt, die Würfel gefallen, eine Band wurde
geboren.
Kurze Zeit später klingelte Sandras Telefon. Am anderen Ende
war Elke, passionierte Flötistin, hochgradig Mittelalter begeistert und auch
auf der Suche nach Musikern. Von da an ging alles sehr schnell. Man traf sich
ein paarmal um musikalische Vorlieben zu besprechen.
Sandra legte einige ihrer Demoaufnahmen vor und schnell war man sich einig,
dass man musikalisch wohl recht gut zusammen passt. Zur Freude aller
Beteiligten, nicht nur musikalisch. Der geneigte Leser mag sich jetzt fragen,
wie man aus zwei jungen Frauen eine Band macht. Nun da war noch der Mark, ein
Freund von Sandra, der als langjähriger Schlagzeuger eigentlich die Percussion
beisteuern sollte. Das macht dann schon drei
Musiker. Stopp! Mark? Percussion? Viel dringender
wurde ein Rhythmusgitarrist benötigt. Das könnte zwar auch die Sandra, aber die
muss ja schon singen und Geige spielen. Nun Elke? Flöte und Gitarre spielt sich
zusammen auch nicht wirklich gut. Also musste Mark kurzerhand das Instrument
wechseln. Jetzt fehlt der Musik auf einmal eine Trommel, Bassschläge, Glöckchen
und ähnliches "Gescheppere". Hier kommen die beiden
Anhängsel von Sandra und Elke auf den Plan. Bernhard, Elkes bessere Hälfte und
Marcel, Ehemann von Sandra, wurden kurzerhand rekrutiert zum Dienst am sogenannten "Schepperle".
Hofstaat war komplett.
Musikproben
Ab Herbst/Winter 2006 wurde nun regelmäßig geprobt. Zu fast
jeder Probe brachte Sandra ein neues Stück mit. So richtig mit Noten und allem
drum und dran, alles selbst geschrieben und komponiert. Anfangs noch locker,
flockig und unkoordiniert wurden die wöchentlichen Treffen wesentlich
strukturierter und professioneller. Meist dauert eine Sitzung mindestens drei
bis vier Stunden. Und eine Neukomposition wird häufig zwei Stunden am Stück
gespielt. Bis man es entweder spielen oder nicht mehr hören kann.
Hofstaat hat manchmal schon versucht vor einer Bandprobe
gemeinsam zu Abend zu essen und sich für das Kommende zu stärken. Daraus wurde
allerdings keine Tradition, da man nach dem Essen, welches meist vorzüglich und
sehr üppig war, viel zu faul und träge war um auch nur die Triangel zu spielen.
Das führte zu einer strikteren Trennung von Essen und Musik. Apropos. Während
der anfänglichen Proben fragte man sich oft was für eine Art Musik Hofstaat
eigentlich macht.
Mittelalter? Nicht richtig, aber doch oftmals klar
erkennbar. Aber unmöglich authentisch, da alle Stücke selbstgeschriebene
Neukompositionen sind. Folkig ist es auch manchmal
und klingt ja schon märchenhaft. Jetzt kommts:
Hofstaat kreierte den Musikstil "Medieval-Fairy-Tale-Folk"
(Mittelalter-Märchen-Folk). Cool oder? Anhand von Hörbeispielen könnt Ihr Euch
aber Eure eigene Meinung bilden.
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